Ernährung heilt – und bildet die Basis echter Gesundheit
In der funktionellen Medizin steht die Ernährung im Mittelpunkt, denn sie beeinflusst jeden Heilungsprozess im Körper. Besonders bei chronischen Erkrankungen ist der Darm häufig geschwächt oder durch eine Dysbiose aus dem Gleichgewicht geraten. Damit Regeneration überhaupt möglich wird, braucht es eine gezielte Darmreinigung und einen systematischen Darmaufbau – und genau hier spielt die richtige Ernährung eine entscheidende Rolle.
Auf dieser Seite findest du Rezepte und Ernährungsimpulse, die deinen Körper dabei unterstützen, den Darm zu stärken, Entzündungen zu reduzieren und die natürliche Balance wiederzufinden. Jede Mahlzeit kann ein Schritt in Richtung Heilung sein.
Autoimmunprotokoll
Das Autoimmun-Protokoll (AIP) ist eine kurze, entzündungshemmende Ernährung, die alle potenziell reizenden Lebensmittel weglässt (u. a. Gluten, Milchprodukte, Zucker, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Eier), um den Darm zu beruhigen und das Immunsystem zu entlasten.
Es eignet sich als Einstieg nach einer Darmentzündung und zur Unterstützung einer Darmreinigung, da es auf leicht verdauliche, natürliche, nährstoffreiche Lebensmittel setzt (z. B. Gemüse, Knochenbrühe, hochwertiges Fleisch, Fisch).
Moro’sche Möhrensuppe
Die Möhrensuppe nach Moro ist nicht nur Hausmittel, sondern medizinisch belegt wirksam gegen Durchfälle, Reizdarm und Darmentzündungen.
Beim langen Kochen entstehen sogenannte Oligogalakturonsäuren, die an die Darmwand binden und verhindern, dass krankmachende Bakterien (z. B. E. coli, Clostridien) andocken können.
Sie stärkt außerdem die Darmschleimhaut und wirkt entzündungshemmend – ideal während einer Darmreinigung oder bei empfindlichem Darm.
Zutaten (für ca. 2–3 Portionen)
- 500 g geschälte Karotten (Möhren)
- 1 Liter Wasser
- 1 TL Meersalz oder Steinsalz
- Optional: etwas Kräutersalz, Kurkuma, Olivenöl oder Knochenbrühe (nach Geschmack)
Zubereitung
- Möhren vorbereiten:
Schälen und in kleine Stücke schneiden. - Kochen:
Die Möhren in 1 Liter Wasser mindestens 1,5 bis 2 Stunden sanft köcheln lassen, bis sie sehr weich sind.
(Wichtig: Die lange Kochzeit ist entscheidend für die Wirkung!) - Pürieren:
Nach dem Kochen alles fein pürieren oder durch ein Sieb streichen, sodass eine cremige Suppe entsteht. - Wieder auf 1 Liter auffüllen:
Nach dem Pürieren eventuell abgekochtes Wasser hinzufügen, bis die Suppe wieder etwa 1 Liter ergibt. - Salzen:
1 TL Salz zugeben, abschmecken – fertig.
(Wer mag, kann 1 EL gutes Olivenöl oder ein wenig Kurkuma hinzufügen.)
Anwendung
- Bei Darmproblemen, Durchfall, Reizdarm, nach Antibiotika oder während Darmreinigung:
→ 1–2 Teller täglich, gern als leicht verdauliche Haupt- oder Zwischenmahlzeit. - Bei empfindlichem Darm:
→ In kleinen Portionen über den Tag verteilt essen, lauwarm servieren. - Auch gut geeignet als Aufbaukost nach Infekten oder Magen-Darm-Beschwerden.
Für mehr Nährstoffe lässt sie sich mit etwas Knochenbrühe, Zucchini oder Süßkartoffel ergänzen – aber der Grundeffekt entsteht nur durch die lange Kochzeit der Karotten.
Knochenbrühe
Knochenbrühe liefert wertvolle Nährstoffe, die die Darmschleimhaut stärken und regenerieren. Durch das lange Auskochen entstehen Gelatine, Kollagen und Aminosäuren (u. a. Glutamin), die wie ein Schutzfilm wirken und beim Aufbau einer gesunden Darmbarriere helfen.
Sie ist leicht verdaulich, beruhigt den Verdauungstrakt, wirkt entzündungshemmend und unterstützt gleichzeitig das Immunsystem. Ideal bei empfindlichem Darm, zur Regeneration und während eines Darmaufbaus.
Zutaten:
- Rinder- oder Hühnerknochen (Bio)
- 1 Zwiebel, 2 Karotten, 1 Stück Sellerie
- Lorbeerblatt, Petersilie, Salz, Wasser und 1 EL Apfelessig
Zubereitung:
Alles in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken, aufkochen und 12 Stunden auf kleiner Flamme köcheln lassen. Durch ein Sieb gießen und warm genießen.
Kokosjoghurt mit gedünstetem Apfel
Kokosjoghurt ist milchfrei, leicht verdaulich und enthält natürliche, darmfreundliche Bakterien, die das Mikrobiom unterstützen. Das Obst liefert Ballaststoffe, Vitamine und natürliche Antioxidantien, die die Darmflora nähren und Entzündungen reduzieren können. Gedünsteter Apfel mit Zimt ist besonders sanft zum Verdauungssystem, wirkt beruhigend und fördert eine gute Darmbalance.
Zutaten:
- 150 g Kokosjoghurt (ungesüßt)
- 1 TL Honig (optional)
- Frische Früchte nach Wahl (z. B. Apfel, Mango oder Beeren)
Zubereitung:
Kokosjoghurt mit Honig und Obst vermischen – leicht, frisch und bekömmlich. Probieren Sie mal mit gedünstetem Apfel und etwas Zimt, noch lauwarm.
Paleo Diät
Die Paleo-Ernährung orientiert sich an natürlicher, ursprünglicher Kost und unterstützt den Körper dabei, sich zu regenerieren. Sie ist ideal als zweite Phase beim Ernährungsaufbau nach einer Darmentzündung geeignet, da sie auf frische, unverarbeitete Lebensmittel setzt und den Darm entlastet.
Erlaubt sind u. a. Gemüse, Obst, Eier, Nüsse, hochwertiges Fleisch und Fisch, gesunde Fette sowie natürliche Kräuter und Gewürze. Gemieden werden industriell verarbeitete Produkte, Getreide, Zucker und Milchprodukte.
Bananen-Ei-Pfannkuchen
Zutaten:
- 1 reife Banane
- 2 Eier
- 1 TL Kokosöl
- Optional: Zimt oder Vanille
Zubereitung:
Banane zerdrücken, mit den Eiern verquirlen. In Kokosöl kleine Pfannkuchen ausbacken und warm servieren.
Gebackene Hähnchenschenkel mit Süßkartoffel-Wedges
Zutaten:
- 2 Hähnchenschenkel
- 2 Süßkartoffeln
- 2 EL Olivenöl
- Rosmarin, Thymian, Salz
Zubereitung:
Hähnchenschenkel würzen, mit Olivenöl bestreichen. Süßkartoffeln in Spalten schneiden, ebenfalls würzen. Alles bei 200 °C ca. 40 Minuten im Ofen backen.
Glutenfreies Sauerteigbrot
Ich habe ein glutenfreies Sauerteigbrot-Rezept ausprobiert und bin begeistert! Es ist eine richtig gute und gesunde Alternative zu herkömmlichem Brot – außen knusprig, innen saftig und voller Geschmack.
Deshalb möchte ich das Rezept gerne mit euch teilen. Das Original findet ihr auf der folgenden Internetseite:
https://lenas-glutenfrei.de/glutenfreies-sauerteigbrot/
Antientzündliche Ernährung
Die antientzündliche Ernährung ist eine dauerhafte, ausgewogene Ernährungsweise, die den Körper nährt, die Verdauung stärkt und Entzündungen im Körper reduziert. Sie unterstützt das Immunsystem, fördert das Wohlbefinden und kann langfristig chronischen Erkrankungen vorbeugen.
Im Mittelpunkt stehen frische, naturbelassene Lebensmittel wie viel buntes Gemüse und Obst, Omega-3-reiche Fette (z. B. aus Fisch, Algen, Lein- oder Walnuss), hochwertige Eiweißquellen, ballaststoffreiche Lebensmittel sowie Kräuter und Gewürze mit entzündungshemmender Wirkung.
Gleichzeitig wird der Konsum von Zucker, stark verarbeiteten Produkten, ungünstigen Fetten und Alkohol reduziert – für mehr Energie, bessere Zellgesundheit und langfristige Vitalität
Lachsfilet mit Kurkuma-Gemüse
Zutaten:
- 1 Lachsfilet
- Brokkoli, Karotten, Zucchini
- 1 TL Kurkuma, 1 TL Ingwer, Salz
- 2 EL Olivenöl
Zubereitung:
Gemüse in Olivenöl andünsten, mit Kurkuma und Ingwer würzen. Lachs in einer separaten Pfanne kurz anbraten oder im Ofen bei 180 °C ca. 15 Minuten garen. Zusammen servieren.
Mediterraner Taboulé-Reissalat mit Crunch
Zutaten:
-
gekochtes Reis vom Vortag
-
Gurke (entkernt, fein gewürfelt)
-
Radieschen (in feinen Scheiben oder gewürfelt)
-
Paprika (klein gewürfelt)
-
Petersilie & Selleriegrün (fein gehackt, großzügig!)
-
Zitronensaft
-
Olivenöl
-
Salz, Pfeffer
-
Optional: etwas Kreuzkümmel oder Sumach, oder Minze wenn vorhanden
-
Gemüse vorbereiten:
Alles möglichst fein schneiden, damit es taboulé-artig wirkt (also eher Kräuterlastig als reisslastig). -
Reis fluffig machen:
Den kalten Reis mit einer Gabel auflockern – wenn er zu kompakt ist, 1–2 TL Olivenöl darunter mischen. -
Mischen:
Kräuter und Gemüse unterheben. -
Würzen:
Mit Zitronensaft und Olivenöl abschmecken.
Salz + Pfeffer. -
Ziehen lassen:
15–30 Min. im Kühlschrank – wie bei Taboulé wird’s besser, wenn es kurz durchzieht.